Über AIDS und HIV
By Ralf on Apr 4, 2008 in Medizin
1. Über AIDS und HIV
Zum ersten Mal entdeckt wurde das Virus 1983 in den Staaten.
Diverse Geschichten über die Entstehung und Entwicklung des Virus sind bekannt. Ob es nun die vom Affenà Mensch-Übertragungsgeschichte ist oder ob gar die Illuminaten dahinterstecken, sei dahingestellt und ändert nichts an der Tatsache, daß der Virus verbreitet ist und dadurch Probleme entstehen!!
AIDS = Acquired Immune Deficiency Syndrom (erworbener Immundefekt)
HIV = Human Immune (Deficiency) Virus (menschlicher Immundefekt-Virus)
Von einer HIV-Infektion wird gesprochen, wenn man den Virus in seinem Organismus hat, also angesteckt ist.
AIDS wird der Ausbruch der Krankheit genannt, sprich der HIV-Infizierte ist körperlich erkrankt.
Eine HIV-Übertragung ist von beiden genannten Gruppen auf noch folgenden Wegen möglich.
2. Wo steckt der Virus drin?
infektiöse Körperflüssigkeiten
Viruslast:
- Blut (auch Menstruationsblut) - sehr hoch
- Sperma - hoch
- Vaginalsekret - weniger hoch
- Muttermilch - weniger hoch
alle diese Flüssigkeiten reichen aus, um sich anzustecken.
zum Lusttropfen: es sind noch keine Ansteckungen durch diesen bekannt, jedoch auch in ihm stecken Viren.
nicht infektiöse Körperflüssigkeiten
Viruslast:
- Speichel - keine bzw. sehr gering
- Schweiß - keine bzw. sehr gering
- Tränenflüssigkeit - keine bzw. sehr gering
- Kot - sehr gering
- Urin - sehr gering
3. Wie steckt man sich an? bzw. Übertragungswege
Die verschiedenen Gefährlichkeitsgrade der Flüssigkeiten seien nun geklärt, doch wie kann das Virus in Deinen Körper gelangen?
offene (gar blutende) Wunden bzw. Verletzungen (auch nach blutendem Zahnarztbesuch)
entzündete / eitrige Hautflächen (also Vorsicht bei Hauterkrankungen)
aufgekratzte / wundgeriebene Hautflächen (horcht auf S/M-Lovers)
leicht wundgeriebene / verletzte Schleimhäute (Cave! Die gesamte Eichel ist Schleimhaut!)
HIV-Wirtszellen an den Schleimhäuten von Darm, Rachen, Vagina und oberer Teil der männlichen Harnröhre
Direkteintritt in die Blutbahn (z. B. Bluttransfusion, Blutsbrüderschaft)
Kombiniert nun Thema 3 und 4, somit könnt Ihr schon selber einschätzen, welche Körperflüssigkeit an welcher Stelle Eures Körpers gefährlich werden kann.
4. Gefahreneinschätzung bei diversen Sexpraktiken
Betonung liegt auf Einschätzung! (lt. Deutscher AIDS-Hilfe)
eindringend ist der aktive Part, aufnehmend ist der passive Part
STD sind sexuell übertragbare Krankheiten z. B. der Tripper u.s.w.
Risikoeinschätzungen
Analverkehr ohne Kondom mit Abspritzen (Ejakulation) - aufnehmend
| Risikoeinschätzungsehr hohes HIV-Risikonoch höheres Risiko im Hinblick auf andere STD- sehr hohe Anzahl von Wirtszellen an der Oberfläche der Darmschleimhaut- Darmschleimhaut wird bei Analverkehr fast immer verletzt
- infektiöse Flüssigkeit (Ejakulat) ist im Körper, hat also viel Zeit, an Wirtszellen anzudocken oder in verletzte Schleimhaut einzudringen |
Schutzmöglichkeitextra starke Kondome undreichlich wasserlösliches
Gleitmittel verwenden |
Analverkehr ohne Kondom, ohne Abspritzen (Coitus interruptus) – aufnehmend
| Risikoeinschätzunghohes HIV-Risiko im Hinblick auf andere STD- sehr hohe Anzahl von Wirtszellen an der Oberfläche derDarmschleimhaut - die Darmschleimhaut wird bei Analverkehr fast immer verletzt
- daher können Viren aus dem “Lusttropfen” (beim Oralverkehr risikoarm) sehr leicht in den Körper eindringen - möglicher Kontrollverlust (zu spätes Rausziehen) |
Schutzmöglichkeitenextra starke Kondomezusammen mit reichlich
wasserlöslichem Gleitmittel verwenden |
Analverkehr ohne Kondom – eindringend
| Risikoeinschätzunghohes HIV-Risikonoch höheres Risiko im Hinblick auf andere STD- meist kommt es zu Blut-Penis-Kontakt- möglicherweise erhöhte Viruslast im Darm durch
AIDS-assoziierte Erkrankung - Übertragung möglich über die Wirtszellen am Eingang der Harnröhre oder über Verletzung am Penis (Eichel) |
hutzmöglichkeitenextra starke Kondomezusammen mit reichlich
wasserlöslichem Gleitmittel verwenden |
Vaginalverkehr ohne Kondom mit Abspritzen (Ejakulation) – aufnehmend
| Risikoeinschätzungsehr hohes Risiko im Hinblick auf HIV und andere STD- viele Wirtszellen im Vaginalgewölbe- Vaginalschleim wird bei Penetration häufig verletzt(kleine Risse)
- infektiöse Flüssigkeit (Ejakulat) ist im Körper, hat also viel Zeit, an Wirtszellen anzudocken - Risiko erhöht sich während der Menstruation: Gebärmuttermund ist leicht geöffnet. Die Schleimhaut der Gebärmutter ist sehr empfindlich - Risiko erhöht sich bei gleichzeitigem STD |
SchutzmöglichkeitenKondome, bei Bedarfzusätzlich Gleitmittel
verwenden |
Vaginalverkehr ohne Kondom, ohne Abspritzen (Coitus Interruptus) – aufnehmend
| Risikoeinschätzunghohes Risiko im Hinblick auf HIV und andere STD- viele Wirtszellen im Vaginalbereich- Vaginalschleimhaut wird bei Penetration häufigverletzt (kleine Risse)
- daher können Viren aus dem Lusttropfen (beim Oralsex risikoarm) sehr leicht in den Körper eindringen - Risiko erhöht sich während der Menstruation: Der Gebärmuttermund ist leicht geöffnet. Die Schleimhaut der Gebärmutter ist sehr empfindlich - Risiko erhöht sich bei gleichzeitigen STD - möglicher Kontrollverlust (zu spätes Rausziehen) |
SchutzmöglichkeitenKondome, bei Bedarfzusätzlich Gleitmittel
verwenden |
Vaginalverkehr ohne Kondom – eindringend
| Risikoneinschätzungmittleres HIV-Risikohohes Risiko im Hinblick auf andere STD- Vaginalsekret ist weniger infektiös als Sperma und Blut(Ausnahme: bei gleichzeitiger Infektion mit anderen STD)
- Kontakt mit einer verhältnismäßig geringen Menge Vaginalsekret - Vaginalsekret ist nur am Körper (nicht im Körper) des Mannes und hat nur eine kleine Angriffsfläche (vorderer Teil der Harnröhre) - das Risiko erhöht sich um ein Vielfaches während der Menstruation (hohe Infektiosität, hohe Blutmenge) |
SchutzmöglichkeitenKondome, bei Bedarfzusätzlich Gleitmittel
verwenden |
orale Stimulation des Mannes (Fellatio, “Blasen”, “Französisch”) ohne Abspritzen - aufnehmend
| Risikoeinschätzungsehr geringesd HIV-Risikohohes Risiko im Hinblick auf andere STD- Mundschleimhaut ist robuster als Vaginal- und Darmschleimhaut- nur geringe Anzahl von Viren im Lusttropfen
- keine Wirtszellen in der Mundschleimhaut - “Verdünnungseffekt” durch Speichel - virushemmende Enzyme (organische Verbindung zur Steuerung des Stoffwechsels) im Speichel - bei Verletzungen in der Mundschleimhaut erhöht sich das Risiko mittleres HIV-Risiko - wenn der Schwanz hart und tief in den Rachen stößt und es dort evtl. zu Verletzungen kommt. Die Schleimhaut in der Rachenhöhle ist weniger strapazierfähig, außerdem sondert der Rachen keinen Speichel ab, der den Lusttropfen verdünnen kann. |
SchutzmöglichkeitenLusttropfen abwischen oder den Partner vorher urinieren lassen. Wer ganz sichergehen will, verwendet ein Kondom
(z.B. ein dünnes ohne Reservoir) |
orale Befriedigung des Mannes (Fellatio, “Blasen”, “Französisch”) mit Abspritzen - aufnehmend
| Risikoeinschätzunghohes Risiko im Hinblick auf HIV und andere STD- erhöhtes Risiko, wenn der Samen geschluckt wird. Das Risiko ist noch höher bei Entzündungen in Hals, Rachen oder Speiseröhre |
SchutzmöglichkeitenWenn im Mund abgespritztwerden soll, sollte ein Kondom verwendet werden |
orale Stimulation der Frau (Cunnilingus, “französisch”, “lecken”) – der/die oral Befriedigende
| Risikoneinschätzunga) geringes Risiko im Hinblick auf HIV und andere STD- Vaginalsekret ist weniger infektiös- nur geringe Menge Scheidensekret (wird nach und nach gebildet- Scheidensekret vermischt sich im Mund mit Speichel
= Verdünnungseffekt b) mittleres bis hohes Risiko während der Menstruation (Blutkontakt) und bei Eintrittspforte (Wunde) im Mund - Blut hat eine sehr hohe Viruskonzentration |
SchutzmöglichkeitenVerwendung von Dental Dams oder
aufgeschnittenen Kondomen |
orale Stimulation der Frau (Cunnilingus, “französisch”, “geleckt werden”) – die oral Befriedigte
| Risikoeinschätzungkein HIV-Risiko, aber Risiko im Hinblick auf andere STD- Speichel nicht infektiös (hinsichtlich HIV)- Ausnahme: der/die Leckende hat stark blutende Wunde im Mund |
Schutzmöglichkeiteneventuell Verwendung vonDental Dams oder
aufgeschnittenen Kondomen |
orale Stimulation des Anus (Anilingus, auch “Arschlecken”, “Rimming”) – der/die oral Stimulierte
| Risikoeinschätzungkein Risiko im Hinblick auf HIV, aber geringes Risikoauf andere STD- kein Austausch von infektiösen Körperflüssigkeiten- Ausnahme: der/die oral Stimulierende hat stark blutende Wunde im Mund
|
Schutzmöglichkeiteneventuell Verwendung vonDental Dams oder
aufgeschnittenen Kondomen |
orale Stimulation des Anus (Anilingus, “Arschlecken”, “Rimming”) – der/die oral Stimulierende
| Risikoeinschätzunga) kein HIV-Risiko bei entsprechender Hygiene- kein Austausch infektiöser Körperflüssigkeitenb) Risiko im Hinblick auf HIV sowie Hepatitis B und C beiblutenden Verletzungen des Anus oder des Darms
- Risiko im Hinblick auf andere STD, besonders Hepatitis A, sowie Feigwarzen und andere Darmerkrankungen |
SchutzmöglichkeitenVerwendung vonDental Dams oder
aufgeschnittenen Kondomen - Schutzimpfung gegen Hepatitis A und B |
Fisten (Eindringen mit der Hand/Faust in den Darm) - aufnehmend
| Risikoeinschätzunggeringes HIV-Risiko bei intakter Haut der eindringenden Hand- kein Kontakt mit infektiöser Körperflüssigkeit | SchutzmöglichkeitenVerwendung vonLatex-Handschuhen und
ausreichend Gleitmittel |
Fisten (Eindringen mit der Hand/Faust in den Darm) - eindringend
| Risikoeinschätzungmittleres (bis hohes) HIV-RisikoHepatitis-A-Risiko bei anschließendem Hand-Mund-Kontakt- Darmschleimhaut ist extrem leicht verletzbar- hohe mechanische Beanspruchung des Schließmuskels
(große Wahrscheinlichkeit von Hautrissen) - Blutkontakt ist sehr wahrscheinlich - das Risiko erhöht sich bei Verletzungen oder Entzündungen der Hand (z.B. Nagelbettentzündung) |
SchutzmöglichkeitenVerwendung vonLatex-Handschuhen und
ausreichend Gleitmittel |
Küssen
| Risikoeinschätzungkein HIV-Risiko (außer bei stark blutenden Wunden, z.B.durch frisch gezogenen Backenzahn)- Speichel ist nicht infektiös. Ausnahme: bei AIDS-assoziiertenoralen Infektionen (sehr hohe Virusbelastung)
- bei Zahnfleischbluten (beider Personen) wird infektiöse Flüssigkeit (Blut) durch Speichel verdünnt, außerdem kommen virushemmende Enzyme (Stoffe) im Speichel zum Tragen |
Urin (”Anpissen”, “Natursekt”, “Golden Shower”) und Kot (Kotspiele, “Scat”, “Dirty”, “Kaviar”)
| Risikoeinschätzung kein HIV-Risiko, wenn Kot oder Urin kein Blut enthalten Risiko im Hinblick auf Hepatitis A und B sowie andere Infektionskrankheiten ist bei Schleimhautkontakt und Verzehr sehr hoch | Schutzmöglichkeitenkein Urin oder Kot aufdie verletzte Haut oder
auf die Schleimhäute Schutzimpfung gegen Hepatitis A und B |
gemeinsames Benutzen desselben Spritzbestecks bei i.v. Drogengebrauch (Needle-sharing)
| Risikoeinschätzungsehr hohes HIV-Risikosehr hohes Hepatitis-B und Hepatitis-C-Risikohohes Syphillis-Risiko- durch Blutreste in Kanüle und Pumpe kann infiziertes Blut in den eigenen Körper/in den Körper eines anderen Menschen gelangen | SchutzmöglichkeitenNadel und Spritzen sowiesonstige Utensilien
(z.B. Löffel, Filter) nicht mit anderen teilen Schutzimpfung gegen Hepatitis A und B |
Nadelstichverletzungen bei Medizin und Pflege, Verletzungen mit infiziertem Injektionsbesteck
| Risikoeinschätzungsehr unterschiedliches HIV-Risikosehr hohes Hepatitis-B und Hepatitis-C-Risiko- die Höhe des Risikos hängt ab von Stichtiefe und Blutmenge- das Blut an der Nadel ist sehr frisch und gelangt direkt in die Blutbahn
- Blutmenge ist in der Regel sehr gering |
SchutzmöglichkeitenLatex-Handschuhe tragenAufmerksamkeit bei der
Arbeit Schutzimpfung gegen Hepatitis A und B HIV-PEP nach erfolgter Exposition |
Nadelstichverletzungen durch herumliegende gebrauchte Spritzen (z. B. Spritzen von Drogengebrauchenden auf Spielplätzen)
| Risikoeinschätzunga) kein HIV-Risiko- an der Nadel anhaftendes Blut ist in der Regel schon alt(mindestens einige Minuten) und mit Sauerstoff (Luft) in Kontakt gekommen = Virus ist “inaktiv”- Kontakt mit dem (besser geschützten) Blut in der Kanüle ist sehr unwahrscheinlich
b) mittleres Risiko für Hepatitis B und C - Hepatitis-Viren sind an der Luft lange haltbar und leichter übertragbar als HIV. Das Hepatitis-C-Risiko ist bisher noch unklar, aber eher als gering einzustufen |
Mückenstiche
| Risikoeinschätzungkein HIV-Risiko- Mücken saugen, sie pumpen nicht- die Mücke ist kein “Zwischenwirt” von HIV (wie z.B. bei Malaria- HIV ist in der Mücke nicht überlebensfähig |
Hautkontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten
| Risikoeinschätzungkein HIV-Risiko bei intakter Haut und wenn das Virus nicht auf Schleimhäute gelangtgeringes HIV-Risiko bei entzündlich veränderter Haut- intakte Haut kann HIV nicht aufnehmen- nur entzündete oder verletzte Haut kann eine Eintrittspforte bieten |
Bluttransfusion
| Risikoeinschätzungfast kein HIV-Risiko in Deutschland- Blut wird getestet- wer Blut spenden will, wird vorher befragt, ob er/sie einHIV-Infektionsrisiko hat; wer dies bejaht, schließt sich selbst von der Spende aus
- das “diagnostische Fenster” (auch “diagnostische Lücke”) – die Zeit zwischen möglicher Ansteckung und Nachweisbarkeit von HIV-Antikörpern – birgt ein Risiko von 1:1.000.000 |
Blutprodukte, Gerinnungspräparate
| Risikoeinschätzungkein HIV-Risiko in Deutschland- synthetische bzw. sterile Herstellung |
5. Wissenwertes über den AIDS-Test
- wo wird dieser durchgeführt?
beim Gesundheitsamt (kostenlos, anonym)
beim Hausarzt (ca. DM 60 – 100)
- was wird getestet?
mit 5 ml Deines Blutes wird ein ELISA + Westernblood Test durchgeführt. (Gängigstes Testverfahren für HIV). Es gibt noch den schnelleren und teuereren PCP-Test, doch der ist noch relativ neu, geht dafür schneller.
- Kontakt zum Gesundheitsamt
erfahrt Ihr von Eurem örtlichen AIDS-Beratungstelefon
- Sitz des Institutes
- Öffnungszeiten
- Ansprechpartner und weiteres
was erwartet Dich auf dem Gesundheitsamt?
der Test ist absolut anonym, je nach Gesundheitsamt erhält man eine Nummer oder gibt nur seinen Geburtstag an, der nicht mal stimmen muß.
Um ein kurzes Gespräch mit dem zuständigen HIV-beauftragten Arzt beim Gesundheitsamt kommt keiner herum. Hier wird abgeklärt, ob ein Test notwendig ist,betreffs Ansteckungsrisiko und ob der Erreger schon nachweisbar ist.
Blutabnahme vom Arzt
Testergebnis gibt es nach 1-2 Wochen, allerdings nur persönlich auf dem Gesundheitsamt nach Bekanntgabe Deines Geburtstages bzw. Deiner Nummer.Telefonische bzw. Nachfrage durch einen Dritten sind zu keiner Zeit möglich!
Persönlich oder gar nicht!
6. Die Grauzone
Für mich eines der wichtigsten Themen überhaupt.
Kommt ein HIV-Erreger in den Organismus (Stattfinden einer Infektion) dauert es 12 – 16 Wochen bis dieser im Körper nachgewiesen werden kann.
Doch jetzt kommt der “Jumping Point”, allerdings kann der neue Wirt bei dem das Virus noch nicht nachweisbar ist, schon wieder andere Menschen anstecken. Daraus ergibt sich, daß ein aktuell vorgelegter AIDS-Test genausoviel Aussagekraft hat, wie kein AIDS-Test.
Denn, wurde dieser in den ersten 12 Wochen nach der Ansteckung durchgeführt, ist das Ergebnis noch negativ, trotz daß die Viren schon im Organismus sind und somit andere anstecken können.
Ein AIDS-Test ist für sich selber, um Gewissheit zu erlangen, ob man angesteckt ist, oder nicht. Der Test ist keinesfalls eine beglaubigte Urkunde für den Partner, die ihm höchstens Sicherheit vorgaukelt!
7. AIDS-Beratung / Beratungstelefon
Die Beratungstelefone aller AIDS-Hilfen sind anonym (sogar gesetzlich vorgeschrieben), was heißt:
- keine Rufnummerübermittlung bei ISDN-Anlagen
- keine tongebenden Gesprächsaufzeichnungen
- keine Namensgebung erforderlich
- keine Gebühr für die Beratung
Erfahrungen / Wissenswertes und Tips für den Anrufer:
- sei offen und ehrlich, nur so kann die Beratung sinnvoll sein
- trau Dich auch heikle Fragen zu stellen (über eine zumutbare Verbalisierung freut sich jeder Berater)
- sei Dir sicher, daß Du ehrliche, unter Umständen auch knallharte Fakten hörst
- denke nicht, daß Dir der Berater Entscheidungen abnimmt
- erzähle nur, was DU willst
- ist Dir ein Berater unsympathisch, versuchs nochmal eine Woche später oder an einem anderen Beratungstelefon
- last but not least steht wohl die Beratung im Vordergrund, jedoch hören wir uns Eure Probleme auch nur an und stehen Euch dabei zur Seite. Probiert’s!
9. Tipps quer durch den Gemüsegarten
- Gleitmittel vermeiden Verletzungen
- niemals Fett oder fetthaltiges als Gleitmittel benutzen. Fett greift das Kondom an, es wird brüchig
- Hepatitis C ist auf den identischen Wegen wie das HIV verbreitbar. Auch gegen diese Krankheit gibt es weder Impfschutz, noch Heilung. Leider wird es in den Medien immer noch zu stark ignoriert. Nichtsdestotrotz, wer sich gegend AIDS schützt, tut dies automatisch auch gegen Hepatitis C.
- Vorsicht bei tiefen Rachenficks! Die Schleimhaut im Rachen ist sehr empfindlich und blutet schnell, daher erhöhtes Risiko für beide Parteien
- keine AIDS-Schnelltests für horrende Preise aus dem Internet. Alles nur Fakes. Spar Dir das Geld oder spende es der AIDS-Hilfe
- die Zeitangabe vom Anstecken bis zum Nachweis des Virus im Körper schwankt sehr. Mit 16 Wochen seid Ihr auf der sicheren Seite
- trotz vieler neuen Erkenntnisse zum HIV gibt es definitiv noch keine Heilung, letztendlich unter anderem auch weil Forschungsgelder immer knapper werden
- Kondome niemals öfters benutzen
- Eindringende Sextools nur für 1x Person benutzen. Bevor sie für jemand anderes verwendet werden, erst desinfizieren
- bei Hämorrhoiden Vorsicht mit der oralen Stimulation des Anus! Denta Dams benutzen, zur Not und auf die Schnelle tuts auch ein aufgeschnittenes Kondom
- Verfallsdatum bei Kondomen beachten
- in Sexshops, Kondomerien und im Internet gibt’s spezielle Analkondome und die passenden Cremes
- Eigenverantwortung zählt!





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