Im Alter von nur 50 Jahren ist der Hamburger Autor Bernhard Rosenkranz nach schwerer Krankheit verstorben.
Gemeinsam mit Ulf Bollmann hatte er die Initiative „Gemeinsam gegen das Vergessen – Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer“ ins Leben gerufen.
Nicht nur, dass diese Initiative die Schicksale von mehr als 300 homosexuellen Opfern der NS-Zeit wieder lebendig gemacht hat, sie wurden auch im Stadtbild durch Stolpersteine sichtbar gemacht.
Dies ist, wie gesagt, nur ein kleiner Ausschnitt seines Wirkens. Ohne ihn ist Hamburgs Szene um vieles ärmer.
Bernhard Rosenkranz: Hamburg auf anderen Wegen – Die Geschichte des schwulen Lebens in der Hansestadt. Hamburg 2005. ISBN 3-925495-30-4
Das Buch ist ein absolutes MUSS für alle, die etwas über die schwule Geschichte Hamburgs wissen wollen. Die Autoren habe eine schier unübersehbare Anzahl an Fakten zusammengetragen und so aufbereitet, dass man sich informieren, erinnern und schmökern kann. Ihnen ist der schwierige Spagat zwischen einem Sachbuch und einem spannenden Lesebuch gelungen.
Ein bedeutender Beitrag, um schwules Leben in Hamburg dem Vergessen zu entreißen. Aber nicht nur die Hanseaten kommen auf ihre Kosten. Anhand ausführlicher Übersichtskarten kann man die schwule Geschichte bei Stadtteilrundgängen und Friedhofsbesuchen erkunden. So können Touristen eine ganz andere Seite der Hansestadt kennen lernen. UNEINGESCHRÄNKT EMPFEHLENSWERT!
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“Aber nicht nur die Hanseaten kommen auf ihre Kosten” – exzellent!